Eigenbluttherapie
Eigenbluttherapien sind ein fester Bestandteil der Naturheilkunde und gehören seit Jahrzehnten zum Spektrum bevorzugter Heilweisen in vielen Naturheilpraxen. Bei Allergien, Abwehrschwäche, auto- agressiven Erkrankungen (z.B. Rheuma, Colitis ulcerosa, M. Bechterew) bringt Eigenblutbehandlung oft erstaunliche Erfolge. Dabei ist die Eigenblutbehandlung richtig eingesetzt eine schonende und ungefährliche Behandlungsweise.

Bei der Eigenbluttherapie wird dem Patienten aus der Vene Blut entnommen und wieder in den Muskel injiziert. Dies regt die körpereigene Abwehr an und das Immunsystem wird stabilisiert, der kranke oder geschwächte Körper wird auf biologisch natürliche Weise zur Selbstheilung angeregt, der Organismus wird umgestimmt.

Die Therapie sollte über einen längeren Zeitraum erfolgen, wobei die Abstände zwischen den einzelnen Behandlungen langsam zu vergrößern sind.

Die Eigenblutbehandlung sollte bis zu 10 Sitzungen betragen.




Indikation

  • Allergien- Hautkrankheiten
  • chronische Erkrankungen aller Art (Migräne, Rheuma, Durchfall, Erschöpfung)
  • Geriatrie
  • Durchblutungsstörungen
  • Infektionskrankheiten
  • Infektionsauffälligkeiten
  • Entzündungen aller Art
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Erschöpfung

Nicht angewendet werden darf die Therapie bei:
  • Tumorerkrankungen
  • Schwangerschaft
  • Thrombosen
  • Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten (Marcumar etc.)

Imhäuser

Eigenbluttherapie nach Hedwig Imhäuser

Die Kinderärztin Hedwig Imhäuser entwickelte in den 50er Jahren eine spezielle Form der Eigenbluttherapie gegen die Infektanfälligkeit, bei der das Blut nach homöopathischer Potenzierung als Tropfen eingenommen werden kann. Zunächst nimmt der Arzt Ihrem Kind einmalig Blut ab, am besten aus einer Vene. Ersatzweise tut es aber auch ein Tröpfchen Kapillarblut aus dem Ohrläppchen oder Finger. Das Blut wird anschließend mit einem Alkohol-Wasser-Gemisch (Alkoholgehalt 25 bis 30 Prozent) nach homöopathischen Regeln jeweils im Verhältnis 1 : 100 vermischt und verschüttelt (potenziert).Von den homöopathischen Eigenbluttropfen bekommt Ihr Kind je nach Anweisung in der Therapie ein bis mehrmals pro Woche einige Tropfen. Es können auch Globuli hergestellt werden, sodass Sie Ihrem Kind keinen Alkohol geben müssen. Die Therapie mit Eigenblut gehört zu den Verfahren, die eine Umstimmung des Organismus bewirken und die Selbstheilungskräfte bei einer Infektanfälligkeit aktivieren. So hat potenziertes Eigenblut eine ausgleichende Wirkung auf das Immunsystem. Es bewirkt bei geschwächter Immunitätslage eine Anregung der körpereigenen Abwehr, während es bei Allergien die überschießenden Abwehrreaktionen dämpft. Diese Behandlungsform ist ab dem Kleinkindalter geeignet. Bei Abwehrschwäche und gehäuften Infekten berichten bis zu 90 Prozent der Eltern über eine merkliche Verbesserung, die meist sechs bis zwölf Monate anhält. Allerdings müssen Sie anfangs etwas Geduld haben, denn die Wirkung stellt sich erst im Laufe einiger Wochen ein. Nebenwirkungen sind selten und meist nur gering ausgeprägt. So können Fieber oder Müdigkeit auftreten. Wie bei allen homöopathischen Medikamenten kann es auch hier zu einer vorübergehenden Erstverschlimmerung kommen. Die Kosten werden von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen.

Kontraindikationen

Wann darf eine Blutegeltherapie nicht durchgeführt werden?
  • hämorrhagische Diathesen (vermehrte Blutungsneigung) z.B. Hämophilie("Bluterkrankheit"), sowie Blutgerinnungsstörungen durch Medikamente (z.B. Marcumar®) oder verminderten Blutplättchen (Thrombozytopenie) u.a.
  • Hauterkrankungen an der Applikationsstelle
  • akute Magen- oder Darmgeschwüre
  • deutliche Blutarmut (Anämie, Hb unter 10 g/dl)
  • erheblicher Immunschwäche (AIDS, Chemotherapie, etc.)
  • schwere chronische Erkrankungen (Krebserkrankungen im fortgeschrittenen Stadium, langjährige Dialyse bei Nierenerkrankungen, etc.)
  • fortgeschrittene periphere Gefäßerkrankungen (pAVK ab Stadium III)
  • ausgeprägten Wundheilungsstörungen (z.B. bei schlecht eingestelltem Diabetes mellitus, erheblichem Übergewicht, etc.)
  • bekannte Allergien gegen Blutegel-Inhaltsstoffe (Hirudin, Histamin, etc.

Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen:
  • bei Neigung zu überschießender Narbenbildung (Keloidbildung) keine Anwendung an gut sichtbaren Körperstellen
  • Aspirin® sollte 5-10 Tage vor einer Behandlung nach Rücksprache mit dem Arzt nicht eingenommen werden

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